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Eben doch:
Konzepte bringen Einsparungen

Energie- und CO2-Einsparungen durch Quartierskonzepte:
Eine Einschätzung von ICM-Experten

(Bottrop/Berlin, 13. Oktober 2022) Mit der Durchführung von über 50 Quartierskonzepten und aktuell zwölf laufenden Sanierungsmanagements zeigt Innovation City Management GmbH (ICM) auf, wie die „Energiewende von unten“ gelingen kann. Dass es hierbei nicht nur um die Erstellung von Konzepten geht, veranschaulichen die tatsächlichen Erfolge und nachweislichen Einsparungen in den Quartieren. Dominik Serfling (Bereichsleiter und Senior Manager Quartiersentwicklung) und Martina Schillings (Leiterin der Arbeitsgruppe Quartiersmanagement und Managerin Marketing) von der ICM berichten im Gespräch für den Newsletter der Servicestelle für energetische Quartiersentwicklung in Berlin von Ihren Erfahrungen aus dem KfW-432-Förderprogamm. Sie zeigen auf, wie die Umsetzung von energetischen Quartierskonzepten in NRW zu konkreten Energieeinsparungen beiträgt.

Dominik Serfling: Nicht selten werde ich in Abstimmungen mit kommunalen Akteur:innen mit dem Vorurteil der müßigen und zeitaufwändigen Konzepterstellung konfrontiert. Am Ende würde „nur viel Papier produziert und in den Quartieren sei schlussendlich keine Veränderung zu erkennen“. Jedoch machen wir eine andere Erfahrung.

Fakt ist, dass Stadtentwicklungsprojekte ihre Zeit brauchen. Die energetische Quartiersentwicklung ist eine riesige Stadtentwicklungsaufgabe. In diesem Kontext ist die Vorbereitung und Begleitung der energetischen Stadtsanierung im Rahmen des KfW-Förderprogramms Nr. 432 ein relativ kurzer und knackiger Prozess.

Gefördert werden zwei aufeinander folgende Bausteine: das integrierte energetische Quartierskonzept und das daran anschließende Sanierungsmanagement. Das konsequente Zusammendenken dieser beiden Bausteine führt schlussendlich dazu, dass die Maßnahmen, die in den Konzepten entwickelt wurden, mit den Sanierungsmanagements in die Umsetzung getragen werden und somit effektiv zu Energieeinsparungen beitragen. An dieser Stelle ist Martina jedoch die bessere Ansprechpartnerin.

Martina Schillings: Das Fundament unserer Arbeit in den Sanierungsmanagements wird in dem einjährigen Erarbeitungsprozess des Konzeptes gelegt. Aufgabe des Sanierungsmanagements ist es dann, in drei bis fünf Jahren die erarbeiteten Maßnahmen umzusetzen und die bereits aufgebauten Projektstrukturen und Netzwerke fortzuführen.

Dominik Serfling: Das ist unser großes Ziel im Rahmen der Konzepterarbeitung. Wir denken immer auch schon an die daran anschließende Phase. Wir geben Empfehlungen insbesondere dazu, wo Schwerpunkte des Sanierungsmanagements liegen könnten, welche Aufgabenteilung mit bereits bestehenden kommunalen Stellen sinnvoll wäre und wie die Maßnahmen und CO2-Einsparungen schlussendlich „controlled“ werden können. Helfen die Konzepte den Sanierungsmanagements denn auch darüber hinaus?

Martina Schillings: Die Konzepte sind nicht nur umfassende Bestandsaufnahme, sondern zugleich auch immer ein hervorragender „Türöffner“ zu relevanten Akteur:innen. Die Aktivierung beginnt bereits in der Konzeptphase.

Die sogenannten Stakeholder begleiten bzw. beraten wir dann bis zur Durchführung relevanter Maßnahmen. Unser Projekt in Dormagen-Horrem ist hierfür ein gutes Beispiel. Durch die Beteiligung eines großen Bestandshalters und der örtlichen Energieversorger schon während der Konzeptphase, erhielten diese nützliche Informationen zur energetischen Optimierung ihrer Infrastruktur. Durch die konstruktive Zusammenarbeit konnten im Rahmen des Projektes für alle relevanten Akteure gewinnbringende Maßnahmen erarbeitet werden. Beispielsweise hat die Baugenossenschaft eG im Projektverlauf ihre Bestände umfassend saniert und eine Quartiersmanagerin engagiert. Private Eigentümer:innen wurden insbesondere beim Tausch von Ölheizungen begleitet. In den vergangenen drei Jahren wurde durch entsprechende energetische Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen der jährliche CO2-Verbrauch der erfassten Gebäude um mehr als die Hälfte gesenkt (1228,01 t/a zu 624,64 t/a;). Somit konnten in der Umsetzung etwa 600 t pro Jahr eingespart werden. Zukünftig soll die Einsparung noch um ein Vielfaches gesteigert werden, denn der Ausbau der Fernwärme wird auch nach Projektende seitens des Energieversorgers weiterverfolgt!

Dominik Serfling: Ein anderes gutes Beispiel ist das Quartier „Osterfeld-Mitte“ in Oberhausen. Hier haben wir mit Hilfe des Konzeptes ein Nahwärmenetz vorgedacht, welches jetzt im Rahmen der Umsetzungsphase realisiert wurde. Mittlerweile versorgt ein Blockheizkraftwerk 200 Wohneinheiten mit Wärme und Strom. Und aufgrund der hohen Wärmeleistung und großzügigen Wärmespeicherkapazitäten ist dort noch Luft nach oben. Außerdem lieferte unsere Bestandsaufnahme relevante Informationen für die erforderliche Energieberatung der Einzeleigentümer:innen. Auch dieser Baustein ist ein wesentlicher Hebel für zukünftige Erfolge.

Martina Schillings: Im Rahmen des Sanierungsmanagements können wir (nicht zuletzt auf Grundlage des Konzeptes) eine fundierte Erstberatung der Gebäudeeigentümer:innen durchführen. In Oberhausen haben wir nach 2,5 Jahren 187 Erstberatungen durchgeführt. Der Mehrwert der Beratungen kann u.a. an der, danach folgenden Beantragung von KfW-Mitteln zur Modernisierung der eigenen Immobilie, abgelesen werden. Am 07.09.2022 wurde der 100ste Förderbescheid zur Gebäudemodernisierung übergeben. Die bereits bewilligten Förderhöhen beziffern sich auf knapp 275.000 Euro. Allein hierdurch wurden in dem Quartier Gesamtinvestitionen von rund 1,7 Mio. Euro getätigt. Sämtliche bereits umgesetzte Maßnahmen haben in dem Quartier in Oberhausen zu einer CO2-Einsparung von über 1.800 t/a gesorgt. Bei solch beeindruckenden Zahlen stellt sich die Frage, was es braucht, um mehr solcher Konzepte auf den Weg zu bringen?

Dominik Serfling: Begünstigend wären sicherlich der Ausbau von erforderlichen Ressourcen bei den zuständigen kommunalen Fachabteilungen sowie eine deutlichere Verlagerung der Prioritäten innerhalb der Verwaltungen. Mit dem Ausrufen des „Klimanotstandes“ allein ist es nicht getan. Beispielsweise kann den Klimaschutzmanager:innen – diese Planstellen sind zum Teil auch förderfähig – bei der Beantragung und Erarbeitung von Konzepten eine besondere Rolle zukommen.

Schlussendlich können wir einen Zusammenhang zwischen dem Erfolg von Konzepten und dem Engagement sämtlicher Akteur:innen feststellen, die in dem Erarbeitungsprozess involviert waren. Hierbei kommen Verwaltung, große Bestandshaltende, Energieversorgungsunternehmen und den Bürger:innen eine entsprechende Schlüsselrolle zu. Gelingt sodann in der Umsetzungsphase das Fortführen der gelungenen Kooperation, können passgenaue Beratungs- und Unterstützungsleistungen (mit Hilfe des Sanierungsmanagements) implementiert und im Idealfall eine Kombination mit weiteren Zuschussprogrammen gewährleistet werden, war das Konzept somit ein voller Erfolg. Und der Lerneffekt ist auf allen Seiten immens – sind die Pfade ein „erstes Mal“ beschritten, Mehrwerte für alle Beteiligten absehbar und Unklarheiten zum KfW-Programm ausgeräumt, finden sich schnell mehr geeignete Quartiere für weitere Konzepte. Eine große Chance für den Klimaschutz!

Dominik Serfling

Dominik Serfling

Senior Manager Quartiersentwicklung

Bereichsleiter Wohnungswirtschaft

ICM | Innovation City Management
Martina Schillings

Martina Schillings

Managerin Marketing

Arbeitsgruppenleiterin Quartiersmanagement

ICM | Innovation City Management

Dormagen

Quartier:
„Dormagen-Horrem“

Größe:
58 ha / 420 Gebäude

Einwohner:innen:
5.400

Energieversorgung:
überwiegend Gasnetz und Heizöl, ein Straßenzug Fernwärme

Quartiersstruktur:
eher heterogen (mit Ausnahme des Zeilenbaubestandes eines Einzeleigentümers)

Gebäudestruktur:
< 50 % MFH-Anteil, 27 % EHF/RH-Anteil

Gebäudealter:
76 % vor 1970, 15 % vor 1850

Eigentumstruktur:
größerer genossenschaftlicher MFH-Bestand, EFH/RH gleichermaßen in selbstgenutztem und vermietetem Eigentum, Einzeleigentum von Kommune und Kirche

Oberhausen

Quartier:
„Osterfeld-Mitte“

Größe:
220 ha / 1.800 Gebäude

Einwohner:innen:
11.500

Energieversorgung:großteilig Gasnetz und Fernwärmenetz, punktuell nicht-leitungsgebundene Energieträger

Quartiersstruktur:
heterogen hinsichtlich Sozialstruktur und Nutzung

Gebäudestruktur:
41 % MFH-Anteil, 47 % EHF/RH-Anteil

Gebäudealter:
68 % vor 1970, 30 % vor 1950

Eigentumstruktur:
Großteil im Einzeleigentum, EFH/RH überwiegend selbstgenutzt, MFH überwiegend privat vermietet, einige Wohnungsunternehmen mit kleineren Beständen

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